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		<title>Die Welt außerhalb der Fußball-Blase&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 12:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[journal]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn es in Deutschland wahrscheinlich kaum jemand wahrgenommen hat: Gestern wurde in Wimbledon Sportgeschichte geschrieben. John Isner und Nicolas Mahut spielten 10 Stunden, 7 davon im fünften Set, das mit dem Stand 59-59 wegen Dunkelheit auf dem Platz unterbrochen wurde. Das Spiel wird heute Nachmittag fortgesetzt und wird damit wohl weitere Rekorde aufstellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es in Deutschland wahrscheinlich kaum jemand wahrgenommen hat: Gestern wurde in Wimbledon Sportgeschichte geschrieben. John Isner und Nicolas Mahut spielten 10 Stunden, 7 davon im fünften Set, das mit dem Stand 59-59 wegen Dunkelheit auf dem Platz unterbrochen wurde.</p>
<p>Das Spiel wird heute Nachmittag fortgesetzt und wird damit wohl weitere Rekorde aufstellen.</p>
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		<title>Quo vadis Bildungsstreik? Ein Kommentar.</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2010/06/17/quo-vadis-bildungsstreik-ein-kommentar/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:43:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Wintersemester 2009/2010 fand im Rahmen der bundesweiten Proteste zum Bildungswesen auch in Kaiserslautern für eine Woche der Bildungsstreik statt. Auch wenn der lokale Streik nur vergleichsweise wenig Zuspruch aus der Studierendenschaft fand, wurde er doch von Seiten der Hochschullehrer und der Hochschulleitung positiv aufgenommen. Die Probleme der TU Kaiserslautern mögen nicht dieselben sein wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wintersemester 2009/2010 fand im Rahmen der bundesweiten Proteste zum Bildungswesen auch in Kaiserslautern für eine Woche der Bildungsstreik statt. Auch wenn der lokale Streik nur vergleichsweise wenig Zuspruch aus der Studierendenschaft fand, wurde er doch von Seiten der Hochschullehrer und der Hochschulleitung positiv aufgenommen.<br />
<span id="more-153"></span>Die Probleme der TU Kaiserslautern mögen nicht dieselben sein wie anderswo und vielleicht ist die Studiensituation in Kaiserslautern auch generell besser als von den Aktiven des Bildungsstreiks vermutet. Doch möglicherweise beherrscht die Apathie die mentale Einstellung, vielleicht ist der Egoismus  in den Köpfen so verankert, dass niemand sich für abstrakte Ziele wie die des Bildungsstreiks einsetzen möchte.<br />
Der Bildungsstreik war unglaublich erfolgreich Zustimmung und Lob von praktisch allen beteiligten Gruppen zu erhalten. Politik, Hochschulleitungen und Professoren stimmten unisono den Forderungen und Feststellungen der Studierenden zu. Gespräche auf höchster Ebene wurden einberufen, Absichtserklärungen und guter Wille gingen durch die Presse. Es bewegt sich etwas. Wirklich?<br />
Die Bundesregierung hat ihre Mittel für den Bildungsbereich erhöht, doch diese fließen fast ausschließlich in die Forschung. Die nach der Föderalismusreform allein zuständigen Länder haben in der Kultusministerkonferenz (KMK) Änderungen an den Strukturvorgaben zur Akkreditierung von Studiengängen verabschiedet. Ein neuer Dialog entstand zwischen Hochschulleitungen und Studierendenvertretern. Doch was hat sich geändert?<br />
Mit ziemlicher Sicherheit können wir feststellen, dass die mangelnde Finanzierung der Lehre nicht über Nacht enden wird. Die in der Bologna-Erklärung gewünschte Verbesserung der Betreuungsrelation und –intensität ist nicht zu erwarten. Kaum jemand spricht zu konkreten Veränderungen der hier zuständigen Kapazitätsverordnung (KapVO) – lediglich die Liberalen Hochschulgruppen fordern die Abschaffung dieser, doch ohne Konzept wie dadurch die Lehre verbessert werden soll.<br />
Die Beschlüsse der KMK werden noch Jahre brauchen, bis sie in den Hochschulen Anwendung finden. Womöglich stellen sie sogar ein Hindernis zur Etablierung guter Lehre dar, führt die dauernde Änderung der Rahmenvorgaben ja wieder zu einem neuen Reformzwang. Einer Phase der Ruhe würde den Hochschullehrern hingegen Zeit geben, in der realen Welt ihre Lehrveranstaltungen durch Erfahrungswerte zu verbessern.<br />
Bleibt der Dialog in den Hochschulen: Hier herrscht für uns der Status Quo. In Kaiserslautern war der Weg zur Hochschulleitung immer kurz, ein Gespräch immer zu bekommen. Auch die Themen sind nicht neu. Die Arbeit in den Gremien hat sich kaum geändert. Doch die Wirkung ist verpufft – das Engagement der Aktiven des Bildungsstreiks ist ob des Mangels an Beteiligung und Zustimmung aus der Studierendenschaft verloren gegangen. Die Ideale und Träume sind verbraucht.<br />
Wieso sollten sie sich auch für etwas einsetzen, was hier niemand mag? Wieso die Zeit Opfern?<br />
Am 9. Juni 2010 fand der Auftakt zum Bildungsstreik im Sommer statt. Nicht in Kaiserslautern.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Anekdoten aus der Akkreditierung</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2010/06/08/anekdoten-aus-der-akkreditierung/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 22:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Akkreditierung von Studiengängen ist ein seltsames, umstrittenes, kritikwürdiges und nicht zuletzt bestehendes System. Als einer der Mitspieler durfte ich heute einen der schönsten Briefwechsel erleben, den ich jemals in meinen vielen Jahren als Gutachter in Akkreditierungsverfahren erlebt habe. Namen und Verweise wurden mit Rücksicht auf die Beteiligten entfernt. Mail #1: Liebe Gutachter, ich möchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Akkreditierung von Studiengängen ist ein seltsames, umstrittenes, kritikwürdiges und nicht zuletzt bestehendes System. Als einer der Mitspieler durfte ich heute einen der schönsten Briefwechsel erleben, den ich jemals in meinen vielen Jahren als Gutachter in Akkreditierungsverfahren erlebt habe. Namen und Verweise wurden mit Rücksicht auf die Beteiligten entfernt.</p>
<p><span id="more-144"></span><br />
Mail #1:</p>
<blockquote><p>Liebe Gutachter,</p>
<p>ich möchte Ihnen kurz das Ergebnis der Akkreditierung des Studiengangs<br />
XXX an der XXX mitteilen. Nachdem die Sitzung der<br />
Akkreditierungskommission der XXX bereits am XXX stattgefunden hat,<br />
wurden jetzt die Akkreditierungsbescheide an die Hochschulen versandt.</p>
<p>Die Akkreditierung wurde entsprechend Ihrer Empfehlung im<br />
Bewertungsbericht ausgesprochen, allerdings mit einer zusätzlichen Auflage:<br />
&#8220;Das Prüfungssystem ist an die neuen Vorgaben des Akkreditierungsrats<br />
(Kriterium 2.5) anzupassen. Die Module sind in der Regel mit einer das<br />
gesamte Modul umfassenden endnotenrelevanten Prüfung abzuschließen.&#8221;<br />
Damit ist die Kommission dem Minderheitsvotum von Herrn Olbrecht gefolgt.</p>
<p>Nachdem wir das Verfahren so erfolgreich abschließen konnten, bedanke<br />
ich mich noch einmal für die gute Zusammenarbeit und hoffe, dass Sie<br />
beim nächsten Akkreditierungsverfahren &#8220;XXX&#8221;<br />
wieder mit dabei sind.</p>
<p>Viele Grüße<br />
<em>Agenturbetreuer</em></p></blockquote>
<p>Beantwortet durch Mail #2:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr <em>Agenturbetreuer</em>,</p>
<p>vielen Dank für die Information. Eine einzige Prüfung für ein Modul dient leider nicht dazu, differenzierte Leistungsnachweise zu erbringen, was diesen seht guten Studiengang abwertet. Es ist schade, dass hier die Meinung eines Studenten höher bewertet wird als die Urteile ausgewiesener Fachleute.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p><em>Hochschullehrer</em></p></blockquote>
<p>Ich konnte an dieser Stelle nicht ganz ruhig bleiben, daher Mail #3:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter <em>Hochschullehrer</em>,<br />
geehrter Herr <em>Agenturbetreuer</em>,<br />
liebe Gutachterkollegen,</p>
<p>ich mag Ihnen nicht widersprechen, dass mit einer einzigen Klausur am Ende eines Moduls keine differenzierte Prüfung der Zielerreichung in den Modulen möglich ist.</p>
<p>Allerdings ist es nicht unsere Aufgabe zu klären wie die Hochschule diese Ziele prüfen möchte &#8211; ich persönlich meine, dass es auch mit dem drei- bis vierfachen Klausurpensum nicht möglich sein wird und andere Prüfungsformen notwendig sind. Als Gutachter in <strong>Akkreditierungsverfahren </strong>nach den Richtlinien des Akkreditierungsrates, der KMK und den ratifizierten europäischen Abkommen des Bologna-Prozesses ist es unsere Aufgabe die von anderer Stelle vorgegebenen Rahmenrichtlinien und Mindeststandards für Studiengänge in Deutschland zu prüfen und entsprechende Abweichungen hervorzuheben, seien diese positiv oder negativ.</p>
<p>Ich freue mich durch die Akkreditierungskommission der XXX darin bestätigt worden zu sein, dass Akkreditierung NICHT der Bestätigung der meist sehr differenzierten Meinungen, was eine gute Lehre darstellt, dient. Diese Rolle wird von Hochschullehrern und Praxisvertretern in ihrer (oft) eingeschränkten Sichtweise meiner Meinung nach viel zu oft missverstanden.<br />
Eine Akkreditierung ist nicht die Auszeichnung einzelner Gutachter als federführende Experten einer guten Lehre &#8211; im Gegenteil soll sie jedem im Studiengang involvierten Hochschullehrer helfen seine eigene Vorstellung guter Lehre im gesetzlichen Rahmen umzusetzen.</p>
<p>In diesem Sinne wurde durch die Kommission nichts anderes bestätigt als meine seit Jahren bestehende Meinung, dass es notwendig ist, auch Hochschullehrer und Berufsvertreter vor Ablauf eines solchen Verfahrens die Rolle als Gutachter und insbesondere die Vorgaben der KMK und des Akkreditierungsrates en detail zu erklären.</p>
<p>Die Tatsache, dass die Vermittlung dieser Kenntnisse seit Jahren die Basis der Gutachterausbildung auf studentischer Seite darstellt, sollte hier zu denken geben.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>-Jan Olbrecht</p>
<p>P.S.: Herr <em>Hochschullehrer</em>, ich danke Ihnen dafür, nach langer Zeit wieder in meiner Überzeugung bestärkt worden zu sein, dass nicht die Teilnahme von &#8220;Fachleuten&#8221;, sondern die der Generalisten mit <strong>Fachkenntnis</strong> der relevanten Materie (Akkreditierung) wichtig ist. Wenn Status nicht anders verteidigt werden kann als durch die Abwertung von vermeintlich unwissenderen &#8211; aber formal gleichgestellten &#8211; Personen, disqualifizieren Sie Ihre Meinung und Expertise selbst.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Recht im Studium &#8211; was jeder (bereits) wissen sollte</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2010/06/04/recht-im-studium-was-jeder-bereits-wissen-sollte/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 14:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Trotz Bildungsstreik, Bologna-Experten und guten Absichten aller Beteiligten ist eine These nicht vollständig abzuweisen: Viele Probleme der neuen Bologna-Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschluss sind hausgemacht. Und nicht von Ministern, Hochschulleitungen und Professoren – sondern von uns, den Studierenden. Bei allem Meckern und Lästern über die „Schmalspurabschlüsse“ gerade von den Studierenden der über alle Kritik erhabenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz Bildungsstreik, Bologna-Experten und guten Absichten aller Beteiligten ist eine These nicht vollständig abzuweisen: Viele Probleme der neuen Bologna-Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschluss sind hausgemacht. Und nicht von Ministern, Hochschulleitungen und Professoren – sondern von uns, den Studierenden.<br />
Bei allem Meckern und Lästern über die „Schmalspurabschlüsse“ gerade von den Studierenden der über alle Kritik erhabenen Diplomstudiengänge wird meist vergessen, welche Vorteile die Studienreform in Deutschland mit sich gebracht hat. In diesem Artikel sollen dabei zwei grundsätzliche Rechtsgrundlagen vorgestellt werden, die zwar kaum bekannt aber trotzdem für alle relevant sein sollten:</p>
<p><span id="more-142"></span></p>
<ol>
<li>Anerkennung von Studienleistungen</li>
<p>Die Einführung des ECTS und die Modularisierung von Studiengängen vereinfacht theoretisch die Anerkennung von Studienleistungen, die an anderen Hochschulen erbracht wurden. Die Praxis scheitert hier an einem Mangel an Wissen über die gültige Rechtslage. Grundsätzlich gilt die Norm, dass Studienleistungen bei Übereinstimmung der vermittelten Qualifikationen anzuerkennen sind.<br />
Die Krux liegt hierbei wieder im Detail: Die Anerkennung von Studienleistungen hängt meist vom Wohlwollen einzelner Dozenten oder der Existenz bestehender Austauschabkommen zwischen Hochschulen ab. Die Einführung von Leistungspunkten sowie deren unterschiedliche Ausprägung innerhalb des Bologna-Raums machen es nur zu einfach Module anderer Hochschulen als minderwertig zu betrachten.<br />
Die Rechtslage sieht allerdings anders aus: Seit dem 1.10.2007 sind die Bestimmungen der Lissabon-Konvention in Deutschland in Kraft getreten und mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 4.2.2010 weiter bekräftigt worden. Artikel III.3 der Lissabon-Konvention regelt dabei die Anerkennung von Qualifikationen. Diese im deutschen als Lehrziele in den Modulhandbüchern zu findenden learning-outcomes sind nach einer klaren Vorschrift anzuerkennen:<br />
a)	Der Antragsteller soll adäquate Informationen zu den anzuerkennenden Leistungen vorlegen.<br />
b)	Die Institution, an der die Leistung erbracht wurde, muss ausreichende Informationen über ebendiese Leistungen bereitstellen. Diese müssen innerhalb angemessener Zeitlimits sowohl auf Anfrage des Antragstellers oder der anerkennenden Institution verfügbar gemacht werden.<br />
c)	Die anerkennende Institution muss die Leistungen anerkennen oder hat die Verantwortung zu belegen, warum eine Qualifikation die notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllt.<br />
In der deutschen Hochschullandschaft bedeutet das für die Studierenden, dass sie sich anhand der Modulhandbücher der Hochschulen orientieren können und anhand der definierten Modulziele solche auswählen können, die gleichwertig sind. Für ein Auslandsstudium gilt darüber hinaus, dass die Anerkennung der Studienleistungen vor dem Auslandsaufenthalt geregelt werden muss. Das sogenannte learning agreement ist ein bindender Vertrag zwischen Heimathochschule, Studierendem und Gastgeberhochschule. In diesem wird geklärt welche Module der Studierende während seines Aufenthalts belegen möchte und dass diese von der Heimathochschule auch anerkannt werden.<br />
Bei korrekter Anwendung dieser rechtlichen Vorgaben kann also jeder Studierende heute auf Vorgehensweisen bestehen, die es der Heimathochschule praktisch unmöglich machen die Anerkennung von Studienleistungen zu verwehren – der notwendige Aufwand im Zweifelsfall für jedes einzelne Modul ein Gutachten zu verfassen, das die Anerkennung begründet verweigert, wird kaum ein Hochschullehrer leisten.</p>
<li>Zugang zum Master-Studium</li>
<p>Der berüchtigte Wechsel vom Bachelor zum Master wird in vielen Studiengängen in Deutschland durch künstliche Hürden erschwert. Tatsächlich sind die meisten davon rechtlich aber auf extrem dünnem Grund verankert:<br />
Auch heute noch gilt das berühmte numerus clausus-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 3. Mai 1972 (s. BVerfGE 33, 303). Dieses klärt die Unvereinbarkeit von Zulassungsbeschränkungen mit dem in Artikel 12 GG garantierten Recht auf freie Wahl des Berufs und der Ausbildungsstätte. Für die meisten Studiengänge gilt dabei als einzige Ausnahme die Zulassungsbeschränkung auf Basis von Kapazitätsbeschränkungen.<br />
Damit gilt:<br />
-	in Nicht-zulassungsbeschränkten Master-Studiengängen ist ein vorhandener Bachelor- oder Diplom-Abschluss das einzige erlaubte Zugangskriterium.<br />
-	in Zulassungsbeschränkten Master-Studiengängen dürfen auch weitere Kriterien herangezogen werden um eine Rangliste der Bewerber zu erstellen.<br />
In keiner Weise ist es aber erlaubt, absolute Zulassungsbeschränkungen zu formulieren. Eine Beschränkung wie „Bachelor mit Note besser 2,5“ oder „sehr gute Englischkenntnisse mit mindestens C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS)“ sind damit nicht zulässig.<br />
Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass die neuen Abschlüsse rechtlich gleichgestellt sind, unabhängig von ihrem Umfang an Credits oder der vergebenden Institution (bspw. FH oder Uni). Dies gilt insbesondere auch für Bewerbungsverfahren zu Promotionen an der Universität, die ebenfalls keine Diskriminierung gegenüber Bewerbern von Fachhochschulen erlauben.</ol>
<p>-Jan Olbrecht</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedanken zur Anerkennung von Studienleistungen</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2010/06/02/gedanken-zur-anerkennung-von-studienleistungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 15:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn die heutige öffentliche Debatte geprägt ist von Bildungsstreik, sog. &#8220;Experten&#8221; und sonstigen Weltverbesserern, sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Anerkennung von Studienleistungen, die für die Mobilität der Studierenden notwendig ist auch in Diplomstudiengängen nicht wirklich besser war: Vor Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge gab es die Rahmenprüfungsordnungen der Kultusministerkonferenz KMK, die für einige Fächer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn die heutige öffentliche Debatte geprägt ist von Bildungsstreik, sog. &#8220;Experten&#8221; und sonstigen Weltverbesserern, sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Anerkennung von Studienleistungen, die für die Mobilität der Studierenden notwendig ist auch in Diplomstudiengängen nicht wirklich besser war:<br />
<span id="more-139"></span><br />
Vor Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge gab es die Rahmenprüfungsordnungen der Kultusministerkonferenz KMK, die für einige Fächer relativ kleinteilig regelten, welche Inhalte im Studium integriert sein mussten. Ebenfalls wurde dort geregelt, dass Universitäten bzw. Fachhochschulen Vordiplome anderer Hochschulen bei einem Studienortswechsel vorbehaltslos anerkennen mussten &#8211; allerdings jeweils nur von der gleichen Hochschulart. Ein Wechsel von FH zu Uni oder umgekehrt war meist nicht möglich. Fand ein Wechsel nicht direkt nach dem Vordiplom statt wurde die Anerkennung von Studienleistungen zum Glücksspiel für den betroffenen Studierenden &#8211; hier existierten keine Regelungen, die die Anerkennung von Prüfungsleistungen geregelt hätten, weswegen eine generelle Willkürs-Herrschaft der Professoren vorherrschte. Gleiches galt für Studienleistungen die im Ausland erbracht wurden &#8211; die problemlose Anerkennung dieser war eigentlich nur für vom Fachbereich organisierte und abgestimmte Austauschprogramme oder Doppeldiplome gegeben &#8211; und dort auch nur eingeschränkt auf einen meist sehr kleinen Fächerkatalog. Wer über diese vorgegebene &#8220;Verschulung&#8221; hinaus im Ausland ein Fach belegte konnte nur hoffen, dass dieses an der Heimathochschule anerkannt werden würde.</p>
<p>Dies alles änderte sich im Rahmen des Bologna-Prozesses: Die Rahmenprüfungsordnungen wurden in Deutschland abgeschafft, ein Wechsel zwischen Hochschulen und die verpflichtende Anerkennung des Abschlusses wurde vom Vordiplom (das ja eig. kein Abschluss war) auf den Bachelor umgestellt. Auch wenn dies sich bei den meisten Professoren noch nicht herumgesprochen hat: Das einzige K.O.-Kriterium zur Zulassung in einen Masterstudiengang stellt ein Bachelor-Abschluss dar, weitere Kriterien dürfen nur angenommen werden falls ein Numerus Clausus oder anderes Auswahlverfahren aufgrund eines Mangels an Studienplätzen existiert. Ein Großteil der Studiengänge zumindest an der TU Kaiserslautern verstoßen in ihren Zulassungsordnungen gegen diesen verfassungsrechtlich gesicherten Rechtsrahmen.</p>
<p>Doch auch die Anerkennung einzelner Studienleistungen von anderen Hochschulen im In- und Ausland wurde neu geregelt: War früher die Entscheidung zur Anerkennung ex-post nach Absolvierung im Willkürbereich des anerkennenden Professors, so muss heute in einem Learning-Agreement ex-ante verbindlich die Anerkennung einer bestimmten Studienleistung zugesichert werden. Dieser Umstand fördert die Rechtssicherheit der Studierenden enorm, können sie jetzt ja schon vorab sicher sein, dass ihre Arbeit im Ausland auch dem Studium als integrativer Teil zuträglich ist und nicht mehr wie früher eventuell als freiwillige Zusatzleistung nur im Lebenslauf erwähnt werden konnte. Ebenfalls kaum bekannt ist in diesem Zusammenhang die sog. Lissabon-Konvention. Dieses Zusatzabkommen zum Bologna-Prozess wurde 2007 in Deutschland ratifiziert und regelt unter anderem wie die Anerkennung von Studienleistungen die an anderen Hochschulen erbracht wurde funktioniert. Kurz zusammengefasst lässt sich dies wie folgt erklären: Der Student muss anhand der ihm verfügbaren Unterlagen wie bspw. der Modulbeschreibungen nach bestem Wissen und Gewissen belegen, dass ein Modul gleichwertig zu einem Modul seiner Heimathochschule ist. Die Heimathochschule muss im Gegenzug diese Studienleistung anerkennen oder begründet belegen, warum sie es nicht anerkennen mag &#8211; diese Umkehr der Beweislast stellt eine extreme Vereinfachung der Anerkennung von Studienleistungen dar, ist es doch vollkommen inpraktikabel für Hochschullehrer jedes Mal ein Gutachten über die Unzulänglichkeit der Lehre ihrer Kollegen an anderen Hochschulen zu verfassen.</p>
<p>Wie lässt sich mit diesem Hintergrund also die Anerkennung von Studienleistungen im praktischen Hochschulalltag umsetzen?</p>
<p>Die Antwort ist denkbar einfach: Zum einen müssen sich Studierende ihres Rechts bewusst sein, denn neben Prüfungsordnung, Studienordnung und Landeshochschulgesetzt gelten auch die &#8220;Ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen&#8221; sowie die &#8220;Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung von Studiengängen&#8221; der KMK und ratifizierte Verträge des internationalen Rechts wie eben die genannte Lissabon-Konvention.<br />
Zum anderen müssen Hochschullehrer das Vertrauen zurückgewinnen, dass ihre Kollegen im In- und Ausland ebenfalls nach bestem Wissen und Gewissen die Lehre betreiben. Ein &#8220;positives Vorurteil gegenüber anderen&#8221; muss wieder Einzug im Hochschulleben finden, welches im vergangenen Jahrzehnt im Rahmen der kleinkarierten und oft persönlich motivierten Grabenkämpfe der Akkreditierung verloren ging.<br />
An dieser Stelle war der Bologna-Prozess in Deutschland einfach zu erfolgreich: Transparenz kam in das Hochschulsystem wo sie vorher nicht existierte. Die Möglichkeit Unterschiede zwischen Studiengängen und Hochschulen schnell und einfach anhand kleiner Unterschiede wie Workload und Modulbeschreibungen darzulegen, zerstörte die Utopie des Deutschen Hochschulwesens, in dem alle Universitäten gleichwertig angesehen wurden.</p>
<p>Auch wenn wir früher alle wussten, dass dies nicht der Fall war, haben wir uns verhalten, als wäre dies Fakt. Was hält uns also davon ab, dies heute wieder zu tun?</p>
<p>-Jan Olbrecht</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>VMware server on ReadyNAS 4.2.11</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2010/05/25/vmware-server-on-readynas-4-2-11/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 17:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[tech]]></category>

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		<description><![CDATA[This is an updated and extended how-to, in which I will explain how you can install VMware Server 2 on the Netgear ReadyNAS PRO / 3200 / 4200 platform: It applies to the following versions: ReadyNAS firmware version Raidiator 4.2.11 VMware Server v2.0.2-203138.i386 First of all, let&#8217;s prepare: 1. Upgrade your ReadyNAS to the current [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>This is an updated and extended how-to, in which I will explain how you can install VMware Server 2 on the Netgear ReadyNAS PRO / 3200 / 4200 platform:</p>
<p>It applies to the following versions:</p>
<ul>
<li>ReadyNAS firmware version Raidiator 4.2.11</li>
<li>VMware Server v2.0.2-203138.i386</li>
</ul>
<p><span id="more-138"></span><strong>First of all, let&#8217;s prepare:<br />
</strong>1. Upgrade your ReadyNAS to the current firmware release using the Frontview control panel -&gt; System -&gt; Update -&gt; Remote -&gt; Reboot.<br />
2. Decide on where you want to put your virtual machines, I decided to put them on a share of their own which I created. I called it &#8220;vm&#8221;. Create this share via Frontview. This makes sense in so far as VMware will create the files for virtual machines with &#8220;root&#8221; privileges, meaning only the root user will have access to these files via SMB or other access methods unless you reset share privileges via Frontview.<br />
3. Decide where you want to put the ReadyNAS source code and VMware installation packages. I chose the already existing backup-share.<br />
4. Install the EnableRootSSH addon to gain access to the ReadyNAS via SSH. You can download this add-on here: http://www.readynas.com/download/addons/x86/4.2/EnableRootSSH_1.0-x86.bin and install it via Frontview in System -&gt; Update -&gt; Local. Reboot.<br />
5. You will need an ssh client such as putty.<br />
6. You will need to register an account on vmware.com to download the free VMware Server. Get the i386 package, not the 64-bit package. This guide was compiled against version 2.0.2-203138.i386</p>
<p><strong>Now let&#8217;s get started:</strong><br />
With putty, connect to your ReadyNAS and login as the &#8220;root&#8221; user. The password should be the same as your FrontView admin-password. You are now at the command prompt for your NAS.</p>
<p><em>#Note the following line:<br />
</em>Linux YOURNASNAME 2.6.33.4.RNx86_64.2.1 #1 SMP Wed May 19 19:36:51 PDT 2010 x86_64 GNU/Linux<br />
<em>#If you did all the earlier preparation right, your NAS will be running the x86_64 Linux Kernel in version 2.6.33.4. Let&#8217;s continue some preparations:<br />
</em><br />
apt-get update &amp;&amp; apt-get install build-essential</p>
<p><em>#This will install the necessary Linux components for compiling your kernel and VMware server. There will be a prompt if you really want to install these packages, as well as a prompt that a few packages could not be authenticated. Answer both with YES.</em></p>
<p><em>#Then let&#8217;s change into our work directory:<br />
</em>cd /c/backup<br />
<em>#We are now on the backup share. All shares you create via Frontview will be created within the directory /c/. Avoid using other Linux paths as they probably will be on the system partition of the NAS, which is only 5GB. It is not a good idea to have that run out of space.</em></p>
<p><em>#Then we will download the ReadyNAS GPL Package for Raidiator 4.2.11:<br />
</em>wget -q http://www.readynas.com/download/GPL/RNDP6xxx_4.2.11_WW_src.zip<br />
<em>#Let&#8217;s unpack it:<br />
</em>unzip -q RNDP6xxx_4.2.7_WW_src.zip -d ./GPL<br />
<em>#Now we will have to compile a new kernel to get the modules we need to run VMware Server.<br />
</em>cd GPL/linux-2.6.33.4<br />
make ARCH=x86_64 oldconfig &amp;&amp; make ARCH=x86_64<br />
<em>#This is going to take a while. You can go get another cup of coffee.</em></p>
<p><em>#We will need to tell Linux that we compiled a new kernel and its associated modules, as well as where to find it. For this we make a symbolic link:<br />
</em><br />
ln -s /c/backup/GPL/linux-2.6.33.4/ /usr/src/linux<br />
KERN_DIR=/usr/src/linux</p>
<p><em>#There has been a slight change in symlinks with kernel 2.6.32 onward which requires us to create two additional symlinks. Without these, VMware setup won&#8217;t work later on:<br />
</em><br />
cd /usr/src/linux/include/linux<br />
ln -s ../generated/utsrelease.h<br />
ln -s ../generated/autoconf.h .</p>
<p><em>Now on to install the VMware server. First let&#8217;s copy the downloaded archive for the VMware server on the backup share.<br />
Back in the ssh session, we&#8217;re going to unpack it, but first let&#8217;s change back into the backup share directory:<br />
</em><br />
cd /c/backup<br />
<em>#and let&#8217;s unpack it:<br />
</em>gzip -d VMware-server-2.0.2-203138.i386.tar.gz<br />
tar –xvf VMware-server-2.0.2-203138.i386.tar.gz</p>
<p><em>#Now we need to install some patches for VMware server to make it compatible with our kernel version:<br />
</em>wget http://risesecurity.org/~rcvalle/VMware-server-2.0.2-203138-update-2.patch</p>
<p><em>The following is taken from Ramon de Carvalho Valle at rise security (http://risesecurity.org/2010/04/02/vmware-server-2-0-2-update-patch-2/). Thanks to him for creating the patch.</em></p>
<p><em>#Extract VMware Server modules:<br />
# Change working directory to vmware-server-distrib/lib/modules/source/<br />
</em>$ tar -xf vmci.tar<br />
tar -xf vmmon.tar<br />
tar -xf vmnet.tar<br />
tar -xf vsock.tar</p>
<p><em>#Apply the patch:</em></p>
<p><em>#Change working directory to vmware-server-distrib/<br />
</em>patch -p1 &lt; ../VMware-server-2.0.2-203138-update-2.patch</p>
<p><em>#Archive VMware Server modules again:</em></p>
<p><em>#Change working directory to vmware-server-distrib/lib/modules/source/<br />
</em>$ rm -f vmci.tar<br />
rm -f vmmon.tar<br />
rm -f vmnet.tar<br />
rm -f vsock.tar<br />
tar -cf vmci.tar vmci-only/<br />
tar -cf vmmon.tar vmmon-only/<br />
tar -cf vmnet.tar vmnet-only/<br />
tar -cf vsock.tar vsock-only/</p>
<p><em>#And now let&#8217;s go install the VMware server:</em></p>
<p><em></em>cd vmware-server-distrib<br />
./vmware-install.pl</p>
<p><em>#You will get several prompts now which you can all accept at face value except for one: You *must* change the default value for where to put the storage for virtual machines to a path within the /c/ directory. For this I prepared my &#8220;vm&#8221; share. Hence, I changed the path to &#8220;/c/vm/&#8221;. This is to make sure your virtual machines won&#8217;t kill the system volume of the ReadyNAS.</em></p>
<p><em></em><strong>End notes and limitations:</strong><br />
Thanks to chirpa at the ReadyNAS forum for helping with my questions about the kernel and GPL package and for supplying me with early access to the GPL resources.<br />
Enjoy.</p>
<p>Known limitations:<br />
- The VMware server webinterface seems to have its issues on browsers other than Internet Explorer. I recommend you install the VMware Infrastructure Client to access the VMware host and its virtualised guests.<br />
- Sometimes if you manually restart the VMware services by running &#8220;/etc/init.d/vmware restart&#8221;, the virtual network service does not want to properly restart. This requires re-running the configuration script &#8220;/usr/bin/vmware-config.pl&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>studentische Kultur: Jam-Session</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2010/02/22/studentische-kultur-jam-session/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 15:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren besuche ich die studentischen &#8220;Kulturveranstaltungen&#8221;, die in Kaiserslautern von Fachschaften, AStA, und Hochschulgruppen angeboten werden. Egal wer der Ausrichter war und wo die Veranstaltung stattfand &#8211; gemeinsam war das selbe typische Konzept: Musik und alkoholische Getränke. Hin und wieder mit Motto, mal Ton aus der Konserve, mal live, mal mit vielen oder wenigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahren besuche ich die studentischen &#8220;Kulturveranstaltungen&#8221;, die in Kaiserslautern von Fachschaften, AStA, und Hochschulgruppen angeboten werden. Egal wer der Ausrichter war und wo die Veranstaltung stattfand &#8211; gemeinsam war das selbe typische Konzept: Musik und alkoholische Getränke. Hin und wieder mit Motto, mal Ton aus der Konserve, mal live, mal mit vielen oder wenigen Gästen, aber letztlich doch nur das 08/15 Party-Programm, das auch jede Disko anbietet. Der letztlich kommerzielle Charakter, den alle diese Veranstaltungen gemein haben, gibt dem ganzen dann den Todesstoß.</p>
<p>Doch es gibt noch Hoffnung am Horizont: Am 18. Februar fand die erste Jam-Session im Kramladen des AStA statt: Kein Eintritt, angenehme Atmosphäre mit Sesseln und Sofas im Kramladen und etwa 50 Gäste, die kamen um Musik zu hören und zu spielen. Der Musikmix aus Blues- und Jazz-Improvisationen, Cover-Songs und eigenem Material war auch richtig erfrischend. Die Tatsache, dass (fast?) alle Künstler Studierende unserer Universität sind entschuldigt nicht nur kleine Spielfehler, nein, diese gehören geradezu mit zum Konzept und machen den Charme der Veranstaltung aus.</p>
<p>Wahrlich, das Erlebnis als passiver Teilnehmer hat mich seit Jahren zum ersten mal an das viel zu sehr missbrauchte Motto &#8220;von Studenten für Studenten&#8221; erinnert &#8211; ein Novum studentischer Kulturveranstaltungen in Kaiserslautern. Es bleibt ein einziges Fazit:</p>
<p><i>Zugabe bitte.</i></p>
<p>-Jan Olbrecht</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Offener Brief an das Studierendenparlament der TU Kaiserslautern</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2009/12/15/offener-brief-an-das-studierendenparlament-der-tu-kaiserslautern/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 14:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Parlamentarier und alle, die es werden wollen, das Arbeitsverhältnis zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und dem Studierendenparlament (StuPa) leidet verstärkt unter persönlichen Differenzen und Kompetenzrangeleien. Ich möchte in diesem offenen Brief deren Hintergründe und mögliche Lösungen ansprechen. ReferentInnen im AStA engagieren sich ehrenamtlich für bestimmte Aufgaben innerhalb der Studierendenschaft, die sowohl vom StuPa, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Parlamentarier und alle, die es werden wollen,</p>
<p>das Arbeitsverhältnis zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und dem Studierendenparlament (StuPa) leidet verstärkt unter persönlichen Differenzen und Kompetenzrangeleien. Ich möchte in diesem offenen Brief deren Hintergründe  und mögliche Lösungen ansprechen.</p>
<p>ReferentInnen im AStA engagieren sich ehrenamtlich für bestimmte Aufgaben innerhalb der Studierendenschaft, die sowohl vom StuPa, in größerer Weise aber aus dem Landeshochschulgesetz den Organen der Verfassten Studierendenschaft überlassen wurden. Die Motivation liegt dabei meist im Umsetzen von Projekten, Erreichen von Zielen für einzelne oder viele Studierende und der Befriedigung etwas Sinnvolles für die Mitmenschen erledigt zu haben.</p>
<p>Aufgabe des Studierendenparlamentes als beschlussfassendes Organ der Studierendenschaft ist es, Entscheidungen grundlegender Art zum Wohle aller Studierenden der TU Kaiserslautern zu treffen. Ich möchte euch daher aufrufen, in euren Entscheidungen und in eurer Rolle als gewählte Vertreter dieser Vorgabe Rechnung zu tragen.</p>
<p>Der AStA als ausführendes Organ der Studierendenschaft bedarf der Richtungsvorgabe des Parlamentes. Gemeint ist dabei nicht die Definition kleinteiligster Arbeitsaufträge, sondern grundlegender Positionen, die dem AStA seine tägliche Arbeit erleichtert und Prioritäten und Richtungen vorgibt.<br />
Es sollte unser gemeinsames Ziel sein, die Aufgabenteilung zwischen Parlament und AStA so zu gestalten, dass durch die allgemeine Auseinandersetzung mit Themen im Parlament ein inhaltlicher Rahmen soweit aufgespannt wird, dass es ReferentInnen  möglich ist, nach persönlichen Fähigkeiten und Präferenzen ihre Aufgaben im Sinne der Studierendenschaft auszuführen, ohne sich dabei für jede Entscheidung rechtfertigen zu müssen.</p>
<p>Die Mitglieder des AStA und ihre Arbeit leiden leider stark unter dem Druck, der ihnen gegenüber aufgebaut wird. Anders als im Parlament ist es ihnen nicht möglich, Aufgaben, die Ihnen übertragen wurden zu ignorieren oder zu vernachlässigen. Obgleich es sich bei der Tätigkeit im AStA um ein Arbeitsverhältnis gegenüber der Studierendenschaft handelt, bitte ich euch zu bedenken, dass die individuelle Arbeit der ReferentInnen nur aus innerer Überzeugung und Motivation geschehen kann, der aber oft mit Desinteresse, Besserwisserei oder im schlimmsten Fall Blockade im Parlament begegnet wird.</p>
<p>Ich bitte euch daher, die Aufgaben im Parlament verantwortungsvoll und sensibel anzugehen um das Engagement aller für die Studierendenschaft positiv und konstruktiv zu gestalten. Die Entscheidung zur Wahl von ReferentInnen muss ein Vertrauensbeweis gegenüber deren inhaltlicher Arbeit und ihrem Beitrag für die Studierendenschaft darstellen. Dies bedeutet, dass diese ReferentInnen dann auch die Möglichkeit zur eigenen selbstständigen Arbeit erhalten und nicht jede Entscheidung im Parlament hinterfragt und diskutiert wird. Bei konkreten Anliegen zur Arbeit einzelner Referate, diskutiert diese gemeinsam mit den ReferentInnen außerhalb der Sitzungen, anstelle in Sitzungen nur darüber zu sprechen.</p>
<p>Zuletzt bitte ich euch zu den Grundaufgaben des Parlaments zurückzukehren, da für die Arbeit im AStA auch weiterhin Entscheidungen zu grundlegenden Fragen wie beispielsweise dem Semesterticket, der Findung und Berufung neuer ReferentInnen und Positionierung zu hochschulpolitischen Themen erforderlich sind.<br />
Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Jan Olbrecht<br />
Vorsitzender des AStA der TU Kaiserslautern a.D.<br />
Referent für Hochschulpolitik a.D.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Persönlicher Kommentar zur Gremienkrise an der TU Kaiserslautern</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2009/12/01/personlicher-kommentar-zur-gremienkrise-an-der-tu-kaiserslautern/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 16:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin mittlerweile in keinem Amt mehr und keine Funktion hält mich mehr davon ab, persönliche Aussagen zu den Geschehnissen in den Gremien im letzten halben Jahr zu nennen. Bisher habe ich davon Abstand genommen, da ich als Referent bzw. auch als Vorsitzender des AStA dies als Interna betrachtet habe, die innerhalb der Struktur der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mittlerweile in keinem Amt mehr und keine Funktion hält mich mehr davon ab, persönliche Aussagen zu den Geschehnissen in den Gremien im letzten halben Jahr zu nennen. Bisher habe ich davon Abstand genommen, da ich als Referent bzw. auch als Vorsitzender des AStA dies als Interna betrachtet habe, die innerhalb der Struktur der Studierendenschaft zu klären sind.</p>
<p>No more.</p>
<p>Ich bin es ja gewohnt, für bestimmte Meinungen meinerseits, sowie je nach Amt, Kritik einzustecken. Die letzten Wochen haben es aber ein wenig auf die Spitze getrieben. Als Generalsündenbock sehe ich mich nämlich nicht. Was war Anstoß dieser Entwicklung?</p>
<p>Am 11.11.2009 wurden im StuPa zwei Abwahlanträge gegen Referentinnen im AStA gestellt, zum einen gegen meine ehemalige Co-Referentin im Referat Hochschulpolitik Franziska Friedrich, zum anderen gegen die Kramladenreferentin Stefanie Hademer. Als Gründe für die sauber und fairer Weise vorab verschickten Abwahlanträge (die Fachschaftenliste und Franziska Friedrich hatten einmal versucht mich im Referat Hochschulpolitik abzuwählen, dies wurde aber nie so angekündigt und aufgrund der mangelnden Stimmen fallen gelassen) wurde die Disharmonie innerhalb des AStA genannt. Mehr dazu später.</p>
<p>Einigermaßen überraschend für mich fand sich tatsächlich eine Mehrheit, Franziska Friedrich das Mißtrauen auszusprechen und sie somit ihres Amtes zu entheben. Daraufhin traten der Co-Referent Vorsitz und der Fachschaftenreferent von ihren jeweiligen Ämtern zurück. Die anschließende Abstimmung zur Amtsenthebung von Stefanie Hademer ging mit einem Votum von 8 Ja Stimmen, 1 Enthaltung, 4 Nein und einer ungültigen Stimme aus. Dies stellt zwar kein erfolgreiches Mißtrauensvotum dar, war aber wohl ein ausreichendes Zeichen der Unzufriedenheit des Parlamentes, um Stefanie Hademer zu einem Rücktritt zu bewegen. Diesem folgte dann praktisch ihr kompletten Freundeskreis innerhalb des AStA, wodurch die Referate Kramladen und Männer &amp; Schwule vakant wurden. Aus Protest über die Vorgehensweise des StuPa traten noch der Co-Referent Kultur, zuständig für den AStA-Film sowie die Referentin für Frauen und Lesben zurück. Etwas später folgte dann noch die Referentin für Behinderte und chronisch Kranke.</p>
<p>Es sei angemerkt, dass zu diesem Zeitpunkt die Aussicht für den AStA sehr düster war. Insbesondere die Besetzung des Referats Vorsitz, ohne das kein AStA arbeitsfähig ist und das definitiv besetzt sein MUSS, da sonst die Hochschulleitung in ihrer Funktion der Rechtsaufsicht eine &#8220;passende&#8221; Person einsetzen kann, war ein Problem. Zu Beginn des Monats hatte Andreas Schmitt, frustriert von der Situation im AStA seinen Rücktritt erklärt und durch das Studierendenparlament und die Rechtsabteilung der Universität die Zusage bekommen, er müsse sein Amt nicht kommissarisch fortführen, da sein Co-Referent entsprechend der neuen Satzung die Aufgaben und Verantwortungen des Referats übernehmen würde. Eben dieser hatte allerdings vorbereitend auf seinen Rücktritt nach der Amtsenthebung von Franziska Friedrich Rücksprache mit dem zuständigen Ministerium in Mainz gehalten, das unsere Satzung genehmigt hatte. Nach seiner Aussage bestand für ihn keine Verpflichtung, die Aufgaben des Vorsitzenden kommissarisch fortführen zu müssen. Lassen wir an dieser Stelle mal die Juristerei bleiben &#8211; die Situation war klar: Entweder eine Person, die das Amt nicht machen wollte zwingen, dieses irgendwie fortzuführen und gleichzeitig sämtliche Aufgaben der sieben vakanten Referate zu übernehmen, oder eine neue Person finden.</p>
<p>Eigentlich hatte ich mir nach meinem Jahr im Referat Hochschulpolitik und dem Rücktritt zum 3.11. gesagt: &#8220;Nach mir die Sintflut&#8221; &#8211; Nie hätte ich aber in meinen schlimmsten Albträumen gedacht, dass diese kommen würde. Wider besseren Wissens erklärte ich mich bereit, die Aufgabe der Kontinuitätssicherung zu übernehmen und kandidierte für das Referat Vorsitz, mit klarer Ansage, dieses nur übergangsweise zu Übernehmen und in der Hoffnung, die Arbeit des Allgemeinen Studierendenausschusses sicherzustellen und rasch neue Referenten finden zu können.</p>
<p>Die nachfolgenden zwei Wochen waren so ziemlich die anstrengendste Zeit, die ich bisher mitgemacht habe. Nicht nur, dass diverseste Projekte in der Luft hingen und übernommen werden mussten, diverseste Zusagen und Verpflichtungen aus unterschiedlichsten Gebieten zusammenkamen und die auch für mich neue Bürokratie des Referats Vorsitz auf mich einstürzte &#8211; einige der alten Referenten zeigten auch noch die <em>&#8220;persönliche Größe&#8221;</em> über viele Jahre aufgebaute Strukturen nach ihrem Rücktritt einzureißen. Einzig positiv herauszuheben sind an dieser Stelle Thomas Trapp und Franziska Friedrich, die auf meine Bitte noch eine To-Do Liste ihrer offenen Aufgaben zusammenschrieben und somit für Kontinuität sorgten. Ihnen gilt für dieses Verhalten und ihr Verständnis mein Dank.<br />
Dem Rest&#8230; naja. Ich denke, es besteht kein Zweifel mehr daran, dass ein Mißtrauensvotum gegen Stefanie Hademer berechtigt war und ist, insbesondere nachdem unter dem Vorwand &#8220;sie wollten keine Verantwortung für die Sicherheit im Kramladen übernehmen, da dieser nicht den gesetzlichen Anforderungen entspreche und eine Gefahr für Besucher wäre&#8221; die Sound- und Lichtanlage in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von ihr und ihrem Co-Referenten Martin Smarsly abgebaut wurde. Kleine Logikfrage an dieser Stelle: Wenn die Kramladeninstallation, die unter eurer Führung eineinhalb Jahre lang lief, eine Gefährdung für die Gäste darstellte, wie begründet ihr dass ihr nicht mit Arschtritt aus dem Amt gejagt werden solltet, da dies doch explizit in eurer Arbeitsbeschreibung stand? Mal abgesehen davon, dass ausschließlich der Vorsitzende des AStA für alles haftet?<br />
Nicht dass es dabei geblieben wäre, gleichzeitig lief auch noch eine massive Werbekampagne an, um die eigentlich für den Bildungsstreik einberufene Vollversammlung der Studierendenschaft zu nutzen &#8220;um es dem StuPa und mir so richtig zu zeigen&#8221;. Glückwunsch, das hat geklappt. Nicht dass es irgendjemanden überrascht hatte &#8211; ich glaube niemand hatte erwartet, dass diese Personen ruhig und mit Würde gehen würden.</p>
<p>Ich möchte nicht besonders auf die Vorkommnisse der VV eingehen, persönliches Highlight war für mich aber doch der Vorwurf der Homophobie, da ich es abgelehnt hatte, mich direkt am ersten Tag im Amt mit der 8 Tage später geplanten schwul-lesbischen Fete &#8220;umgekramt&#8221; zu befassen. Aus meinem Zitat &#8220;Die umgekramt ist in 8 Tagen, die ist mir jetzt scheissegal&#8221; wurde so schnell &#8220;Schwule sind mir scheissegal&#8221; gemacht.</p>
<p>Es gibt viel und durchaus berechtigte Kritik, die an mir und meiner bisherigen politischen Arbeit geäußert werden kann. Noch nie wurde dabei meines Wissens an meiner persönlichen Kompetenz für die Ämter, die ich übernommen habe, gezweifelt. Die Vorwürfe einfach so hinnehmen zu müssen und keine Verteidigung betreiben zu können, war allerdings kein Spaß. Es ist aber dem Amt des Vorsitzenden nicht würdig, an einer persönlichen Schlammschlacht teilzunehmen.</p>
<p>Doch was ist dran an den immer wieder angebrachten Vorwürfen der Disharmonie im AStA? Ich muss gestehen: Vieles. Meine Zeit im Referat Hochschulpolitik muss ich als konstanten Kampf zwischen zwei Fraktionen im AStA beurteilen. Auf der einen Seite die Gruppe der &#8220;bekochten&#8221;. Dieser Kreis rund um Stefanie Hademer wurde von ihr fast täglich im AStA zur Mittagszeit bekocht (für mich ein Unding für ein Büro, in dem gearbeitet werden soll und wo Beratung stattfindet!) und zeichnete sich durch sehr harmonisches Zusammenleben innerhalb und außerhalb des AStA aus. Leider übertrug sich dies meiner Meinung nach nie auf die Ergebnisse der Arbeit dieser Referenten und Referentinnen, die für mich teilweise bis heute nicht nachvollziehbar bzw. nachweisbar ist.<br />
Die &#8220;zweite Front&#8221; im AStA stellten eigentlich alle anderen dar, Referenten und Referentinnen, die einfach nur die Arbeit ihres Referats übernehmen wollten und auf Basis ihrer Überzeugung für oder gegen Anträge auf Sitzungen abstimmten. Schnell fiel da in Ungnade, wer mit der &#8220;falschen&#8221; Gruppe abstimmte. Die Situation wurde so schlimm, dass einzelne Mitglieder im AStA sich gar nicht mehr trauten das Büro zu betreten und ihrer Arbeit konsequent nur noch von zu Hause nachgingen. Sämtliche Schlichtungsversuche, sowohl durch Joscha Ernst und seinen Nachfolger Andreas Schmit im Referat Vorsitz liefen ins Leere. Auch eine <a title="Interne Umfrage im AStA" href="http://blog.olbrecht.net/wp-content/uploads/2009/11/2009-08-03_-_Auswertung_der_Umfrage_im_AStA_der_TU_Kaiserslautern.pdf" target="_blank">interne Umfrage</a>, die von mir innerhalb des AStA durchgeführt wurde um die Diskussion rund um die Unzufriedenheit einzelner auf eine objektive Ebene zurückzuführen lief ins Leere. Welch Wunder, entzogen sich doch mit Stefanie Hademer und Martin Smarsly gleich zwei der Hauptverursacher der Teilnahme an dieser Umfrage. Beide verweigerten sich dementsprechend auch jeglicher Diskussion der Ergebnisse .<br />
Fragt sich wieso das StuPa im Rahmen seiner Kontrollfunktion nicht einschritt? Einfache Antwort: Mit Stefan Puderbach und dem Präsidenten des StuPa, Stephan Oberfranz gab es zwei Parlamentarier, die mit zum Kreis der regelmäßig bekochten gehörten, und denen damit Befangenheit vorgeworfen werden kann. Die haarscharfe Stimmmehrheit der Fachschaftenliste im StuPa (8 Sitze + Stefan Puderbach, Mitglied der Fachschaftenliste aber im StuPa über die Liste FS WiWi) stützte so das Verhalten und Vorgehen einzelner oder vieler im AStA.<br />
An dieser Stelle habe ich mich noch nicht zu den Vorwürfen gegenüber Franziska Friedrich geäußert, ich selbst sehe diese in diesem Prozess auch nur indirekt beteiligt. Ich selbst musste nachdem sie auf meinen Vorschlag zu meiner Co-Referentin gewählt wurde feststellen, dass auf ihre Aussagen absolut kein Verlass war, was jede Möglichkeit zur vertrauensbasierten Zusammenarbeit für mich unmöglich machte. Doch darüber hinaus musste ich feststellen, dass hinter dem Rücken der Referenten oft und immer schlecht über diese gesprochen wurde &#8211; fast vollständig unabhängig davon um wen es sich handelte. Dies ging reihum und hatte als einziges gemeinsames Merkmal, dass nie offen mit Betroffenen gesprochen wurde. Ob dieses Verhalten für ein Misstrauensvotum reicht, kann man gern bezweifeln, ich selbst hätte es wohl bei einer Ermahnung belassen. Ich vermute allerdings, dass die Gesamtsituation im AStA aus Sicht vieler Parlamentarier die Exerzierung eines Exempels erforderte. Dieser Einschätzung möchte ich nicht widersprechen.<br />
Doch wie kam es dazu? Schlechte politische Arbeit. Nach Monaten des Streits, mehr oder weniger offen geführten persönlichen Kämpfen und diverser Stellvertreterkriege kippte eine (!) Stimme der Fachschaftenliste um und wollte nicht länger tatenlos zusehen. Die Mehrheit verschob sich damit von (FSL) 9:8 (alle anderen) zu (FSL) 8:9 (alle anderen). Eine denkbar knappe Mehrheit.</p>
<p>Ich fürchte, dass das Hick-Hack im Studierendenparlament bis zu den Neuwahlen im Februar weiter anhalten wird, da keine stabile tragende Koalition gefunden werden kann. Zum augenblicklichen Zeitpunkt bin ich einfach nur froh, dass es auf der letzten Sitzung gelungen ist, mit Laura Vettin eine andere Person zu finden, die naiv genug war, sich für das undankbare Amt im Referat Vorsitz zu melden. Ihr wünsche ich viel Glück und Erfolg.</p>
<p>-Jan Olbrecht</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie funktioniert die verfasste Studierendenschaft?</title>
		<link>http://blog.olbrecht.net/2009/12/01/wie-funktioniert-die-verfasste-studierendenschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 12:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Olbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[university]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 1: Das Studierendenparlament Geschichte der Studierendenschaft Die verfasste Studierendenschaft ist die Gesamtheit aller Studierenden einer Hochschule. Geschichtlich geht sie in ihrer heutigen Form direkt zurück auf die Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg, wo in Westdeutschland die Alliierten ihre Einführung förderten. Deren Absicht war es, der studentischen Jugend demokratische Grundprinzipien über die Einrichtung entsprechender Strukturen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="font-size: small;">Teil 1: Das Studierendenparlament</span></em><br />
<strong>Geschichte der Studierendenschaft</strong><br />
Die verfasste Studierendenschaft ist die Gesamtheit aller Studierenden einer Hochschule. Geschichtlich geht sie in ihrer heutigen Form direkt zurück auf die Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg, wo in Westdeutschland die Alliierten ihre Einführung förderten.<br />
Deren Absicht war es, der studentischen Jugend demokratische Grundprinzipien über die Einrichtung entsprechender Strukturen in den Studierendenschaften zu vermitteln. So wurde die Trennung zwischen einem beschlussfassenden Organ (dem Studierendenparlament) und einem ausführenden Organ (dem Allgemeinen Studierendenausschuss) beschlossen, wie sie in fast allen westdeutschen Bundesländern (mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg, wo die verfasste Studierendenschaft nach Studentenprotesten in den 1970er Jahren abgeschafft wurde) vorzufinden ist.<br />
Gemeinsam ist allen verfassten Studierendenschaften der Status als (Teil-)Körperschaft öffentlichen Rechts, wodurch ihnen Kompetenzen wie die Erhebung eines Mitgliedsbeitrags übergeben wurde,  sowie die Definition ihrer Aufgaben ehemals über das Hochschulrahmengesetz, heute hauptsächlich über die Landeshochschulgesetze.<br />
<strong>Das StuPa</strong><br />
Die Arbeitsteilung zwischen Exekutive (AStA) und Legislative (StuPa) entspricht allgemein dem Verhältnis zwischen Bundesregierung und Bundestag. Und ja, das Studierendenparlament *ist* ein gesetzgebendes Organ, seine Beschlüsse haben für alle Studierenden der Hochschule Gesetzescharakter, solange sie keinen übergeordneten Gesetzen widersprechen. Insbesondere die Referenten des AStA sind als Angestellte der Studierendenschaft an die Umsetzung der Beschlüsse des Studierendenparlaments gebunden und müssen diese in ihrem Amt vertreten, unabhängig von ihrer eigenen persönlichen Meinung.<br />
Analog einem regulärem Parlament müssen Positionen und Beschlüsse durch eine Mehrheit im StuPa getroffen werden, weswegen dort üblicherweise auch Zustände wie in einem regulären Parlamentherrschen: Die Ausrichtung und Stimmungsfestlegung der Studierendenschaft wird durch die Entscheidungen einer Mehrheit der Parlamentarier getroffen, in Abhängigkeit von der Thematik können diese Entscheidungen damit zu langen Debatten und knappen Abstimmungen oder auch zu einstimmigen oder im Konsens getroffenen Übereinstimmungen führen.<br />
Zu den ersten Aufgaben eines neuen Studierendenparlamentes gehört am Anfang einer jeden Legislaturperiode die Aufstellung und Wahl eines neuen AStA. Das Parlament entscheidet darüber, welche Referate und inhaltlichen Themen in seiner Legislaturperiode behandelt werden sollen und besetzt diese Referate dann mit Personen. Üblicherweise geschieht die Wahl von Referenten entlang dem Profil und den Wünschen der tragenden Koalition, die sich im Studierendenparlament gefunden hat und eine Mehrheit bilden konnte. Oft ist es so, dass die Spitzenkandidaten der Listen, die für das StuPa kandidieren, für bestimmte Positionen im AStA gewählt werden wollen und somit eine Mehrheit für sich im Parlament vereinigen wollen.<br />
Leider ist dies nicht so an der TU Kaiserslautern, wo es äußerst selten vorkam, dass Listen spezifische Personen ins Studierendenparlament wählen wollten und noch seltener, dass Kandidaten für das Parlament die Bereitschaft gehabt hätten, ausführende Tätigkeiten und Verantwortung im AStA zu übernehmen.<br />
Analog jedem anderen Parlament ist es aber auch an der TU Kaiserslautern der Fall, dass sich Mehrheiten verschieben können und damit Änderungen in der Struktur und personellen Besetzung des AStA entstehen. Üblicherweise geschieht dies im Rahmen von Wahlen, teilweise, wenn es nur sehr knappe Mehrheiten gibt allerdings auch schon durch die Meinungsänderung eines einzigen Parlamentariers. Die Auswirkungen solcher Mehrheitsverschiebungen sind in den letzten Wochen an der TU Kaiserslautern sichtbar geworden und zeigen die Notwendigkeit auf, stabile Koalitionen mit entsprechenden Mehrheiten zu bilden.<br />
<strong>Funktionsweise des parlamentarischen Systems</strong><br />
Im parlamentarischen System geht es um Mehrheiten und formale Vorgehensweisen, die durch Gesetze, Satzungen und die Geschäftsordnung des Parlaments festgelegt sind. Das Studierendenparlament ist beschlussfähig, wenn mindestens 9 der 17 stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind.<br />
Die stabilste Form der Meinungsbildung im Parlament ist die eines einstimmigen Beschlusses, gefolgt vom Konsens-Beschluss (d.h. keine Gegenstimmen). Diese treten bei komplexen Themen vergleichsweise selten auf. An der TU Kaiserslautern sind zusätzlich die absolute qualifizierte Mehrheit (mindestens 50% +1 der stimmberechtigten Mitglieder des Parlaments, d.h. 9 Stimmen), die absolute Mehrheit (eine Mehrheit der anwesenden Parlamentarier) sowie die einfache Mehrheit (mehr Ja- als Nein-Stimmen)definiert.<br />
Die absolute qualifizierte Mehrheit ist lediglich für die Einrichtung von Referaten im AStA und Personenwahlen notwendig; die absolute Mehrheit lediglich für Abstimmungen zum Haushalt, Hauptanträgen und zur Verabschiedung der Tagesordnung. Sämtliche anderen Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit beschlossen.<br />
Ein ideales Parlament müsste mit diesen Bestimmungen faktisch alle seine Entscheidungen mit einer absolut qualifizierten Mehrheit verabschieden  die Realität hingegen sieht anders aus. Aus mangelnder Vorbereitung,Indifferenz, neutraler Einstellung oder mangelnder Fraktionsdisziplin der Parlamentarier finden sich fast immer Stimmen der Enthaltung, durch die eine klare Entscheidungsfindung zu komplexen Themen fast nie möglich ist. Erschwerend kommt hinzu, dass fast nie das vollständige Parlament anwesend ist und in Teilen sogar knapp an der Beschlussfähigkeit gekratzt wird. Viele Beschlüsse werden damit oft nur mit knappen Mehrheiten beschlossen, die bei kompletter Anwesenheit evtl. nicht zustande gekommen wäre. Es liegt damit in der Verantwortung eines jeden Parlamentariers den Sitzungen beizuwohnen und im Zweifelsfall verlorene Abstimmungen zu akzeptieren.<br />
<strong>Parlamentarische Taktik</strong><br />
Für die Minderheitenmeinungen im Parlament (oft auch bekannt als Opposition) ergibt eine solche Konstellation aber auch neuen Spielraum: Sie ermöglicht die Erreichung einer Sperrminorität. Unter einer Sperrminorität ist eine Zusammenstellung der Stimmenzahl im Parlament zu verstehen, bei der eine Minderheit durch Verweigerung ihrer Zustimmung einen Beschluss verhindern kann. Dies ist insbesondere bei Beschlussfassungen,die einer qualifizierten Mehrheit bedürfen, möglich, wurde in der Geschichte des Studierendenparlaments der TU Kaiserslautern aber auch schon angewandt, indem einzelne oder mehrere Listen gemeinsam durch geschlossenes Verlassen des Sitzungssaals dem Parlament das notwendige Quorum zur Beschlussfassung entzogen. Ein solches Vorgehen ist als letztes Mittel und sozusagen als Notbremse zu betrachten, wenn keine Übereinstimmung zustande kommen konnte und Parlamentarier aus Überzeugung in Opposition zu einer Entscheidung es in Kauf nehmen, dass für den restlichen Sitzungstag keine Entscheidungen mehr getroffen werden können und die Geschäfte des Parlaments somit empfindlich gestört werden können.<br />
<strong>Der typische Ablauf</strong><br />
Das Studierendenparlament tagt während der Vorlesungszeit üblicherweise alle zwei Wochen am Mittwochabend. In der vorlesungsfreien Zeit werden seine Aufgaben vertreten durch den sogenannten Hauptausschuss, der aus fünf gewählten Mitgliedern des Studierendenparlaments besteht und sämtliche Geschäfte mit Ausnahme von Personenwahlen und Haushaltsfragen übernehmen darf. Er sollte repräsentativ für den Rest des Parlaments zusammengesetzt sein.<br />
Dem Parlament sitzen voran der Präsident, ein Vizepräsident und ein Schriftführer, die gemeinsam das Präsidium stellen und im Falle der Auflösung des Parlaments die Geschäfte des Stupa kommissarisch bis zur Konstituierung eines neu gewählten Parlaments fortführen müssen.<br />
Aufgabe des Präsidenten ist die Einberufung und Leitung der Sitzungen des StuPa sowie der Vollversammlung. Es ist seine Aufgabe, während der Sitzungen die Satzung und Geschäftsordnung auszulegen. Diese Aufgaben kann der Präsident auch dem Vizepräsidenten übergeben, der dann, und im Falle einer Verhinderung des Präsidenten, diese Aufgaben übernehmen muss.<br />
Eine Sitzung des StuPa an der TU Kaiserslautern folgt typischerweise der nachfolgenden Tagesordnungsstruktur:<br />
Begrüßung, Mitteilungen, Festlegung der Tagesordnung, Genehmigung des Protokolls der vorangegangenen Sitzung, Berichte (bspw. des AStA, der Fachschaften, aus dem akademischen Senat oder dem Verwaltungsrat), Finanzmitteilungen und Finanzanträge, Anträge, Verschiedenes und Verabschiedung. Auf Antrag können weitere Tagesordnungspunkte aufgenommen werden, wenn diese einen größeren Diskussionsbedarf erfordern. Eine übliche Sitzung benötigt mehrere Stunden, bevor auch nur die Berichte abgeschlossen sind und somit die eigentliche Arbeit des Parlaments beginnen kann  die Befassung mit Anträgen und Beschlussvorlagen.<br />
Die Gesamtsitzungsdauer des Parlaments schwankt somit nach Erfahrungswerten zwischen 3 und 14 Stunden, im Mittel sind es ca. 5-6 Stunden.</p>
<p><em>Teil 2: Der Allgemeine Studierendenausschuss</em></p>
<p>Jan Olbrecht<br />
Mitglied des Präsidiums (Schriftführer) des 36. StuPa (Liste Binford)<br />
Vizepräsident des 37. StuPa (Liste FSWiWi)Mitglied des 38. StuPa (Liste FSWiWi) bis Nov. 2008<br />
Referent für Hochschulpolitik im AStA des 38. und 39. StuPa (Nov. 2008 bis Nov. 2009)<br />
Übergangsvorsitzender des AStA im November 2009</p>
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