Seit Jahren besuche ich die studentischen “Kulturveranstaltungen”, die in Kaiserslautern von Fachschaften, AStA, und Hochschulgruppen angeboten werden. Egal wer der Ausrichter war und wo die Veranstaltung stattfand – gemeinsam war das selbe typische Konzept: Musik und alkoholische Getränke. Hin und wieder mit Motto, mal Ton aus der Konserve, mal live, mal mit vielen oder wenigen Gästen, aber letztlich doch nur das 08/15 Party-Programm, das auch jede Disko anbietet. Der letztlich kommerzielle Charakter, den alle diese Veranstaltungen gemein haben, gibt dem ganzen dann den Todesstoß.
Doch es gibt noch Hoffnung am Horizont: Am 18. Februar fand die erste Jam-Session im Kramladen des AStA statt: Kein Eintritt, angenehme Atmosphäre mit Sesseln und Sofas im Kramladen und etwa 50 Gäste, die kamen um Musik zu hören und zu spielen. Der Musikmix aus Blues- und Jazz-Improvisationen, Cover-Songs und eigenem Material war auch richtig erfrischend. Die Tatsache, dass (fast?) alle Künstler Studierende unserer Universität sind entschuldigt nicht nur kleine Spielfehler, nein, diese gehören geradezu mit zum Konzept und machen den Charme der Veranstaltung aus.
Wahrlich, das Erlebnis als passiver Teilnehmer hat mich seit Jahren zum ersten mal an das viel zu sehr missbrauchte Motto “von Studenten für Studenten” erinnert – ein Novum studentischer Kulturveranstaltungen in Kaiserslautern. Es bleibt ein einziges Fazit:
Zugabe bitte.
-Jan Olbrecht

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